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Mitten aus dem Leben als freie Figurenspielerin und Theaterpädagogin: Was mir durch den Kopf geht, wenn ich an einer Idee arbeite, was ich erlebe und sehe, wenn ich auf Theaterfestivals unterwegs bin, was ich mache, wenn ich mich weiterbilde – all das und nochviel mehr kann man und frau hier lesen.

Wie Julia Raab dem Schicksal einiger weniger Menschen mit bewusst bescheiden gehaltenen darstellerischen Mitteln nachgeht und dabei doch einen Bogen über das große Ganze zieht, ist beeindruckend. […]

über …im Frühling hat man keine Lust zu sterben!

Heute vor genau 102 Jahren wurde Fritz Hartnagel geboren.

Er führte mit Sophie Scholl eine Liebesbeziehung, die seit Mai 1942 nur über Briefe aufrecht erhalten wurde.

Mit 26 Jahren verliert der Offizier Fritz Hartnagel im Zuge des Zweiten Weltkrieges – er war mit seiner Kompanie in Stalingrad stationiert – zwei Finger. Er schreibt am 12.02.1943 an seine liebe Sophie:

“[…] Ich bin am Abend des 22.01. weggeflogen. Dies war der letzte Tag, an dem Flugzeuge noch im Kessel landen konnten. Ich bin in diesen schlimmen Tagen so oft auf wundersame Weise bewahrt worden, dass ich diese nicht nur als glückliche Zufälle ansehen kann. […] Am 28.01. wurde ich mit einem Verwundetentransport nach Rückwärts abtransportiert. […] Hier in Lemberg habe ich ein sehr gutes Lazarett erwischt, sowohl was die Einrichtung betrifft, wie auch die ärtzliche Versorgung.
Gleich am anderen Tag nach meiner Ankunft wurden dann meine beiden erfrorenen Finger amputiert, es war gerade mein Geburtstag! […]”

Ein viel größerer Verlust ist allerdings der Tod Sophie Scholls zehn Tage später, am 22. Februar 1943, von dem er selbst aber erst am 27. Februar erfährt.

Fritz Hartnagel blieb der Familie Scholl treu. Er heiratete Sophies Schwester Elisabeth Scholl und engagierte sich bis zu seinem Tod 2001 für Frieden und den demokratischen Sozialismus.

Käthe Vordtriede – Journalistin, Sozialdemokratin und Jüdin – wurde heute vor 128 Jahren in Hannover geboren – am 02.01.1891

Sie konnte 1939 gerade noch aus Nazideutschland über die Grenze in die Schweiz fliehen. Später konnte sie in die Vereinigten Staaten von Amerika einreisen.
Im Rahmen eines Preisausschreibens der Amerikaner schrieb sie ihe Autobiographie. Unter dem Titel ‘Es gibt Zeiten in denen man welkt – Mein Leben in Deutschland vor und nach 1933’ wurde dieses wertvolle Zeitdokument erst 1999 veröffentlicht.

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Diese neue website kann vieles besser als die Bisherige, aber hier & da hakt es derzeit noch ein wenig.

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