Nachbereitung zu "Mikas Seelenzirkus"
Beitrag: Entdeckung im Klassenraum


Nachbereitung zu "Mikas Seelenzirkus"
21. März 2020 von 20:15 Uhr bis 21:00 Uhr
Abschiedsbriefe von Frauen aus der Todeszelle (1943-45)

Im Rahmen der 9. Bildungswochen gegen Rassismus in Halle (Saale) zeigen wir erneut in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt, der Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) und dem Neuen Theater Halle die Szenische Lesung mit Figurenspiel
In Halle (Saale) sind alle Schulen, Kitas und Horteinrichtungen bis einschließlich 27. März geschlossen. Und alle öffentlichen Veranstaltungen sind untersagt.
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Krystina, Johanna, Hildegard. Sechs Stunden blieben ihnen, um zu wählen, was noch zu sagen ist und wem. Sechs Stunden bis zum sicheren Tod, kühl und professionell organisiert in Nazideutschland. Hier vor dem leeren Blatt Papier tickt die Zeit plötzlich anders…
Die Lesung verfolgt minutiös, wie aus kaltem Gesetzestext ein heißes Ringen um das Leben und die Vernunft wird, was Zellenhaft mit Frauen macht und welche Interessen Dritte an der Verwendung der Körper nach der Hinrichtung anmelden durften.
Es sind oft Bagatelldelikte, für die sie von den Nazi-Sondergerichten verurteilt wurden: Frauen, Mütter, Arbeiterinnen, aber auch stolze Widerstandskämpferinnen gegen dieses System. Im szenischen Arrangement von Sandra Bringer lässt Figurenspielerin Julia Raab einige der 43 Frauen, die während der Nazi-Diktatur im Halleschen „Roten Ochsen“ durch das Fallbeil starben, zu Wort kommen.
Durch Mittel des Objekt- und Figurentheaters werden die schockierenden Dokumente der Unmenschlichkeit und die in diesem Zusammenhang entstandenen letzten Briefe der Frauen in einen ergreifenden Dialog gesetzt.
Die szenische Lesung entstand in Kooperation der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt und der Gedenkstätte Roter Ochse in Halle (Saale).
„Frau Raab vermag das Publikum durch ihr ebenso packendes wie präzises Spiel zu überzeugen. Zusammen mit ihr begibt sich das Publikum gleichsam auf eine Zeitreise in die düsterste Epoche der jüngeren deutschen Geschichte. Indem sie die Zuschauerinnen und Zuschauer mit offiziellen Verlautbarungen des NS-Regimes und seiner Protagonisten sowie Auszügen aus den Briefen dreier zum Tode verurteilter Menschen konfrontiert, vermag sie sie zu einer Auseinandersetzung mit der verhängnisvolle Rolle der Justiz im Nationalsozialismus anzuregen. Die breite Modulationsfähigkeit ihrer Stimme wirkungsvoll einsetzend, verkörpert sie gekonnt unterschiedliche Charaktere und Personen. Ihre künstlerische Darbietung ermöglicht einen unmittelbaren emphatischen Zugang zu der ebenso schwierigen wie beklemmenden Thematik.“
Kai Langer, Gedenkstättenleiter, Stitung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt
„Über die Schrecken des Nationalsozialismus zu lesen, macht auf vielfältige Weise fassungslos. Szenen dieser verdrehten Welt aber als Zuschauerin „mitzuerleben“, macht auf eine ganze eigene Weise befangen. Wie Julia Raab dem Schicksal einiger weniger Menschen mit bewusst bescheiden gehaltenen darstellerischen Mitteln nachgeht (Inszenierung von Sandra Bringer) und dabei doch einen Bogen über das große Ganze zieht, ist beeindruckend. Vom ersten Moment an wird deutlich, wie perfide und oft absurd das Justizsystem des NS-Staats war, in dem das Unrecht zum Recht verdrehte wurde. Eine gelungene szenisch-textliche Aufbereitung!“
Gabriele Brakebusch, Landtagspräsidentin, Landtag Sachsen-Anhalt
Jugendliche ab 16 Jahre & Erwachsene
0:45
16. März 2019Schaufenster, Neues Theater, Halle (Saale)
Durch das sich ausbreitende Coronavirus wurden aktuell insgesamt 6 meiner Veranstaltungen abgesagt.

Im Rahmen der Bildungswochen gegen Rassismus lesen wir aus dem Briefwechsel von Sophie Scholl und Fritz Hartnagel - 14. März um 10:00 Uhr & um 19:00 Uhr

Im Rahmen der 6. Bildungswochen gegen Rassismus lesen Bianca Pick und ich am 11. März 2017 um 16:00 Uhr im Familientreff in Heide-Nord.

Im Rahmen der '5. Bildungswochen gegen Rassismus' in Halle haben wir aus dem Briefwechsel von Sophie Scholl und Fritz Hartnagel gelesen.

Im Rahmen der 4. Bildungswochen für Halle findet am 26.03. um 19:30 Uhr die Lesung '...schon fünf Jahre oder noch länger lebst du in dieser Wüste' in der Stadtbibliothek Halle statt.

Abschiedsbriefe von Frauen aus der Todeszelle (1943-45)
Jugendliche ab 16 Jahre & Erwachsene
BBS Otto von Guericke, Am Krökentor 1b-3, 39104 Magdeburg, Deutschland

Abschiedsbriefe von Frauen aus der Todeszelle (1943-45)
Jugendliche ab 16 Jahre & Erwachsene
BBS "Eike von Repgow", Albert-Vater-Straße 90, 39108 Magdeburg, Deutschland

Abschiedsbriefe von Frauen aus der Todeszelle (1943-45)
Jugendliche ab 16 Jahre & Erwachsene
BBS Wernigerode, Feldstraße 79, 38855 Wernigerode, Deutschland

Abschiedsbriefe von Frauen aus der Todeszelle (1943-45)
Jugendliche ab 16 Jahre & Erwachsene
Berufsbildende Schulen Anhalt Bitterfeld, Parsevalstraße 2, 06749 Bitterfeld-Wolfen, Deutschland

Abschiedsbriefe von Frauen aus der Todeszelle (1943-45)
Jugendliche ab 16 Jahre & Erwachsene
Club Hanseat, Altperverstraße 23, 29410 Salzwedel, Deutschland

Abschiedsbriefe von Frauen aus der Todeszelle (1943-45)
Jugendliche ab 16 Jahre & Erwachsene
Haus der Kirche, Domplatz 8, 06618 Naumburg, Deutschland

Abschiedsbriefe von Frauen aus der Todeszelle (1943-45)
Jugendliche ab 16 Jahre & Erwachsene
Gymnasium Philanthropinum, Friedrich-Naumann-Straße 2, 06844 Dessau-Roßlau, Deutschland

Abschiedsbriefe von Frauen aus der Todeszelle (1943-45)
Jugendliche ab 16 Jahre & Erwachsene
Gymnasium Philanthropinum, Friedrich-Naumann-Straße 2, 06844 Dessau-Roßlau, Deutschland

Abschiedsbriefe von Frauen aus der Todeszelle (1943-45)
Jugendliche ab 16 Jahre & Erwachsene
Gymnasium Philanthropinum, Friedrich-Naumann-Straße 2, 06844 Dessau-Roßlau, Deutschland

Abschiedsbriefe von Frauen aus der Todeszelle (1943-45)
Jugendliche ab 16 Jahre & Erwachsene
Bestehornhaus, Hecknerstraße 6, 06449 Aschersleben, Deutschland

Abschiedsbriefe von Frauen aus der Todeszelle (1943-45)
Jugendliche ab 16 Jahre & Erwachsene
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Zuschauer*in, Siegen, 2025