Dr. Kai Langer, Direktor, Stitung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt
Die breite Modulationsfähigkeit ihrer Stimme wirkungsvoll einsetzend, verkörpert Julia Raab gekonnt unterschiedliche Charaktere und Personen.
„Frau Raab vermag das Publikum durch ihr ebenso packendes wie präzises Spiel zu überzeugen. Zusammen mit ihr begibt sich das Publikum gleichsam auf eine Zeitreise in die düsterste Epoche der jüngeren deutschen Geschichte. Indem sie die Zuschauerinnen und Zuschauer mit offiziellen Verlautbarungen des NS-Regimes und seiner Protagonisten sowie Auszügen aus den Briefen dreier zum Tode verurteilter Menschen konfrontiert, vermag sie sie zu einer Auseinandersetzung mit der verhängnisvollen Rolle der Justiz im Nationalsozialismus anzuregen. Die breite Modulationsfähigkeit ihrer Stimme wirkungsvoll einsetzend, verkörpert sie gekonnt unterschiedliche Charaktere und Personen. Ihre künstlerische Darbietung ermöglicht einen unmittelbaren emphatischen Zugang zu der ebenso schwierigen wie beklemmenden Thematik.“
Wie Julia Raab dem Schicksal einiger weniger Menschen mit bewusst bescheiden gehaltenen darstellerischen Mitteln nachgeht und dabei doch einen Bogen über das große Ganze zieht, ist beeindruckend. […]
Schon beim vergangenen Besuch stellte Julia Raab ihr ausdrucksstarkes schauspielerisches Talent unter Beweis, wobei man aber ebenso anmerken muss, wie beachtlich ihre Leistung unter Betrachtung des Aspekts wirkt, dass sie stets ganz alleine auf der Bühne steht. Die Figuren erwachen durch sie zum Leben und die Geschichte Jugendlicher aus der DDR wird erzählt. […]
Derya, Schülerin, KGS „Wilhelm von Humboldt“ Halle (Saale), 2021