Bald

Straßentheater in Naumburg

Logo, Naumburger Straßentheatertage

Vom 02. bis 04. Mai fanden die Naumburger Straßentheatertage statt. 'Die Dicke' war auch mit dabei.

Stelzenwesen, Ratten und Seiltänzer

Zum Festivalauftakt blieb es trocken

Am Freitag, 02. Mai wurden die Naumburger Straßentheatertage eröffnet. Am Nachmittag gab es die ersten Programmpunkte auf dem Marienplatz zu sehen. U.a. die Schülertheatergruppe des Domgymnasiums in Naumburg. Sie zeigten einige Schauspielszenen zum Thema Lebensende, Tod und Selbstmord unter dem Titel „End-Zeit“.

Abends versammelten sich die Zuschauer, dick eingepackt in Wolldecken, Handschuhen, Mützen und Regenjacken, auf dem Holzmarkt, um das freie Theaterensemble antagon TheaterAKTion aus Frankfurt am Main zu erleben. ‚Time out‘ war ein spektakuläres Theatererlebnis – auf Stelzen wurde eine Gruppe, aufwendig geschminkt, gekleidet in weißen Fetzen, von einem fackeltragenden Mann auf die Bühnenfläche gezerrt. Sie versuchten sich aus den Fesseln ihres Sklaventreibers zu befreien. Untermalt mit lauter Livemusik rannten und sprangen die Stelzenläufer wild über die Bühnenfläche. Ein zeitloser spiritueller Gott beruhigte die Stelzenwesen und führte die Verlorenen wieder zusammen. Es war ein Spiel über und mit der Zeit. Die einzelnen Spielsequenzen waren ästhetisch, schön anzusehen und auch immer wieder beeindruckend, jedoch zeitlich für mein Gefühl nicht ganz tragbar.

Nach dem Applaus spürte ich vor Kälte kaum noch meine Füße, aber nass bin ich nicht geworden.

Szenenfoto "Time out" von antagon TheaterAKTion

Stressiger zweiter Festivaltag

Am Samstag habe ich tagsüber zweimal ‚Die Dicke – Der Walkact‘ in der Domstadt gezeigt. Auf dem Marktplatz und auf dem Domplatz versammelten sich die Zuschauer, um ‚Die Dicke‘ in Aktion zu erleben. Die Meisten waren verwundert, als sich die Dicke einfach mit in den etablierten Zuschauerraum setzte, wartete und nach einer Weile irritiert ihren Weg fortsetzte, um etwas zu erleben.

Neben dem eigenen Spielen konnten wir am Samstag Nachmittag noch ‚Die Ratten‘ von der Gruppe PasParTout aus Hannover sehen.

Vier musikalische Ratten, die sich ihren Weg durch die Straßen zum Auftrittsort bahnen. Auf ihrem Weg ließen sie sich vor allem durch Essbares ablenken – sie klauten Passanten die Würstchen aus den Brötchen oder ließen sich mit Brotkrümeln von ihnen anlocken. Am Platz angekommen holten sie aus einer Mülltonne vier Blasinstrumente und musizieren.  Eine witzige Kombination aus Straßenmusik und Maskenspiel.
Es hat viel Spaß gemacht dem rattenstarken Spiel von PasParTout zu folgen.

'Die Ratten' von PasParTout in Naumburg

Zum erstmal im öffentlichen Raum

Am späten Nachmittag bauten wir dann auf dem Marienplatz Technik und Bühnenbild für ‚Die Dicke – spielt Medea‘ auf. Zum ersten Mal konnte ich meine Bachelorinszenierung im öffentlichen Raum zeigen.

Ich war ziemlich aufgeregt.

Aber alles hat gut geklappt. Trotz alltäglichem Kleinstadtlärm konnte ich gemeinsam mit dem Naumburger Publikum die nötige Konzentration für die Inszenierung aufbauen.

Während des Applaus‘ kam ein kleines Mädchen von vielleicht 5 Jahren auf die Bühne gelaufen und übergab mir eine ‚Happy Birthday‘-Krone mit den Worten:

‚Damit Du bei der nächsten Party nicht mehr so traurig bist!‘

Später erzählte mir die Mutter, dass ihre Tochter die Krone eigentlich schon während der Inszenierung der Dicken geben wollte, sie sie aber gerade noch aufhalten konnte.

Was wäre wohl passiert, hätte die Mutter das Kind nicht aufgehalten?

Beitrag: ‚Die Dicke‘ in feinen Linien

Zeichnungen von Hector

Figurenspielerin & Theaterpädagogin

Julia Raab

In Halle (Saale) bin ich seit 2013 zu Hause.

Im Atelier fiese8 arbeite ich an neuen Figurentheater-Produktionen, Lesungen, Figuren & Objekten.

Mit meinen Produktionen bin ich im In- und Ausland unterwegs auf Festivals und auf Gastspielreise.

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