Die Dicke – spielt Medea

2014

Eine tragische Lebensgeschichte in Plastiktüten

Szenenfoto "Die Dicke - spielt Medea"

Die Dicke – spielt Medea

Eine tragische Lebensgeschichte in Plastiktüten

Von ihrem Trolley begleitet streift eine  Frau durch die Straßen. Man nennt sie die Dicke.

Alleine kommt sie jeden Abend irgendwo an und lässt sich nieder. Sie spricht nicht. Aus ihren zahlreichen Plastiktüten zieht sie Bruchstücke ihrer Lebensgeschichte. Ein abgetragener Schuh, ein alter Mantel, eine verschmutzte Puppe.

Mit diesen Habseligkeiten erzählt sie die tragischste Geschichte einer Frau. Die Dicke, eine moderne Medea.

Spiel und Ausstattung: Julia Raab
Künstlerische Betreuung: Stefanie Oberhoff

Dauer: ca. 60 min

Die Dicke – Ankündigung-Presse-Technik

Trailer

Kamera und Videoschnitt: Oliver Feigl, Stuttgart

Bei Interesse kann eine DVD (Trailer und Dokumentation) zugeschickt werden! Kontaktieren Sie mich!

Publikumsstimmen & Pressekritik

„Die Dicke Dame – ganz toll!
Sehr fein und nuanciert im Ausdruck!“

Gästebuch FITZ!, Stuttgartnacht, Zuschauer, 19.Oktober 2013

„[…] stumm – super!“

Gästebuch FITZ!, Stuttgartnacht, Zuschauer, 19.Oktober 2013

Stuttgarter Nachrichten schrieb:

“(…) Und während die Festgäste zum Eingang des Wilhelmspalais strömten, quetschte sich Julia Raab als “Die Dicke” durch die Reihen. Eine Obdachlose monströsen Ausmaßes, eine moderne Medea. Aus alten Plastiktüten erzählt sie – ohne Worte ihr Leben. Eine hochbeeindruckende Bachelorprüfung, von der noch gesprochen werden wird. (…)”

Stuttgarter Nachrichten, Brigitte Jähnigen, 03. Juni 2013

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Stuttgarter Zeitung schrieb:

” Ein Wannenbad würde vermutlich nicht schaden. Das Oberteil müsste auch mal in die Wäsche. Keine Frage: diese Frau hat schon bessere Zeiten erlebt. Jetzt zieht sie mit ihrem Hackenporsche und zahllosen Plastiktüten durch die Straßen, weil sie kein Zuhause mehr hat. Schön ist sie wahrlich nicht anzuschauen mit ihren Leggins, durch die sich das Oberschenkelfett drückt. Die Haare sind ausgedünnt, lang und fettig, die Nase rot und knollig, das Gesicht grau und speckig.(…)

Julia Raab ist in jedem Fall ein vielversprechendes Talent. In ihrem Solo bilanziert sie ohne Text eine traurige Lebensgeschichte, die ahnen lässt, dass auch diese gescheiterte, tragikomische Frau, die jenseits der Gesellschaft lebt Sehnsüchte und Träume hat. (…)

Dabei ist diese kleine, feine Inszenierung subtil, melancholisch und bitter, ist hier selbstironisch, dort scharf gesellschaftskritisch. (…)”

Stuttgarter Zeitung, Adrienne Braun, 05. Juni 2013

Double schrieb:

„[…] Verlottert, einen mit diversen Discounterplastiktüten schwer bepackten Einkaufstrolley schiebend, schlurft die Dicke aus dem Dunkeln nach vorn ins Bühnenlicht. Als das Publikum (gar nicht heimlich) über die skurrile Verliererin zu lachen beginnt, winkt die Dicke energisch ab. Mag sie auch schmutzig und heruntergekommen sein, ist sie doch eine Persönlichkeit mit Träumen und Sehnsüchten, Ecken, Kanten und Macken. Mit teils winzigen, dafür aber um so wirkungsvolleren Gesten bringt Julia Raab in ihrer Abschlussinszenierung am Stuttgarter Studiengang den zart fühlenden und verletzlichen Menschen hinter der Aussteigerfassade zum Vorschein und zeichnet das berührende Portrait einer gesellschaftlichen Randfigur. […]“

Double – Magazin für Puppen-, Figuren- und Objekttheater; Artikel: „Animierte Stadt oder Doppelt hält besser“, S. 43, Yvonne Dicketmüller und Anke Meyer, Ausgabe 2/2013

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